Montag, 24. November 2008
Määh!
henni23, 18:37h
So, jetzt hab ich es ja doch noch geschafft, trotz Motivationslosigkeit aufgrund meines grundsetzlichen Unwohlseins bezüglich meiner "Wohnsituation" die Ereignisse nachzuholen (ich erwarte diesbezüglich zahlreiches Schultergeklopfe!).
Ja, diese Sache mit dem Unwohlfühlen ist leider Gottes auch etwas, was immer zu meinen geteilten Gefühlen, bezüglich der baldigen Abreise hinzukommt und mich traurigerweise zum Schluss kommen lässt, dass ich heil froh bin, wenn das ganze hier zuende ist und ich es geschafft haben sollte nicht zum dreifachen Mörder geworden zu sein.
Ich wünschte die Umstände wären von Anfang an anders gewesen, denn dann würde lediglich ein Vermissen meiner Freundin als Minuspunkt bleiben, was in Betracht der relativ vielen Besuche und den vielen Pluspunkten ein geringes Übel gewesen wäre und die Zeit somit fast ausnahmslos geil geworden wär.
Aber irgentwo ist das Leben nun mal nicht "ausnahmslos geil" und gerade diese Tatsache birgt auch einen hohen Erfahrungsschatz.
So hat z.B. für mich das Wertschätzen derjenigen wenigen Menschen, die mich bedingungslos verstehen und für mich da sind, auch auf mich eingehen, wenn es nicht gleich auf anhieb einfach scheint und genau wie ich vieleicht nicht jede Tatsache des alltäglichen Lebens mit der typischen Stumpfsinnigkeit wahrnehmen und dadurch entwerten, seit diesem Abenteuer eine ganz neue Bedeutung.
Genauso habe ich mehr als je zuvor gelernt mich zu beherrschen und zu Erleben, wie es ist eine Minderheit zu sein und was das eigentlich bedeutet, sich tatsächlich allein zu fühlen.
Und damit meine ich nicht "allein" im Sinne von: ich will ne Freundin, ich will wech gehen und und und, nein, ich weiß, dass ich nicht allein bin, aber das tägliche sich missverstanden fühlen, weil die einzigen Menschen um mich herum sich scheinbar einfach keine Mühe machen mich zu verstehen oder sie einfach damit überfordert sind, weil es für sie eine Anstrengung bedeuten würde, die sich ihres Erachtens nicht lohnt. Das ist es, was einen Einsam vorkommen lässt, einsamer als wenn ich tatsächlich ganz allein wäre.
Und das zeigt mir einen wichtigen Aspekt der Zwischenmenschlichkeit auf: Jeder Mensch will sich mitteilen, egal wie. Und er will dabei auch wenigstens ansatzweise verstanden werden. Nur so ist Beziehung möglich und nur so funktioniert ein Zusammenleben.
Man kann sich, denke ich, auf verschiedenen Ebenen verstehen und darüber Wege finden miteinander zurecht zukommen, aber wenn es keine Ebene gibt, weil die Endfernungen, egal in welche Richtung viel zu weit sind und schlicht und einfach keine Wege zubauen im Bereich des Möglichen scheinen, dann sollte man das akzeptieren und sich distanzieren, es sei denn man will zum Mörder werden.
Die Erkenntnis, dass genau das der Fall bei mir ist, kam mir zu spät und die einzige Möglichkeit in die Distanz zutreten ist es, mich innerhalb dieser leider Nicht-Gemeinschaft weitesgehend selber auszugrenzen um damit ein Höchstmaß an Souveränität zugewinnen.
So, das musste jetzt mal raus.
Das klingt zwar alles ganz schön schwarz, aber ich habe durchaus die Erkenntnis gewonnen, mich auch an diesen negativen Erfahrungen zu bereichern indem ich lerne damit Umzugehen. Der nächste Blog wird wieder positiver, versprochen.
Also, horrido!
Ja, diese Sache mit dem Unwohlfühlen ist leider Gottes auch etwas, was immer zu meinen geteilten Gefühlen, bezüglich der baldigen Abreise hinzukommt und mich traurigerweise zum Schluss kommen lässt, dass ich heil froh bin, wenn das ganze hier zuende ist und ich es geschafft haben sollte nicht zum dreifachen Mörder geworden zu sein.
Ich wünschte die Umstände wären von Anfang an anders gewesen, denn dann würde lediglich ein Vermissen meiner Freundin als Minuspunkt bleiben, was in Betracht der relativ vielen Besuche und den vielen Pluspunkten ein geringes Übel gewesen wäre und die Zeit somit fast ausnahmslos geil geworden wär.
Aber irgentwo ist das Leben nun mal nicht "ausnahmslos geil" und gerade diese Tatsache birgt auch einen hohen Erfahrungsschatz.
So hat z.B. für mich das Wertschätzen derjenigen wenigen Menschen, die mich bedingungslos verstehen und für mich da sind, auch auf mich eingehen, wenn es nicht gleich auf anhieb einfach scheint und genau wie ich vieleicht nicht jede Tatsache des alltäglichen Lebens mit der typischen Stumpfsinnigkeit wahrnehmen und dadurch entwerten, seit diesem Abenteuer eine ganz neue Bedeutung.
Genauso habe ich mehr als je zuvor gelernt mich zu beherrschen und zu Erleben, wie es ist eine Minderheit zu sein und was das eigentlich bedeutet, sich tatsächlich allein zu fühlen.
Und damit meine ich nicht "allein" im Sinne von: ich will ne Freundin, ich will wech gehen und und und, nein, ich weiß, dass ich nicht allein bin, aber das tägliche sich missverstanden fühlen, weil die einzigen Menschen um mich herum sich scheinbar einfach keine Mühe machen mich zu verstehen oder sie einfach damit überfordert sind, weil es für sie eine Anstrengung bedeuten würde, die sich ihres Erachtens nicht lohnt. Das ist es, was einen Einsam vorkommen lässt, einsamer als wenn ich tatsächlich ganz allein wäre.
Und das zeigt mir einen wichtigen Aspekt der Zwischenmenschlichkeit auf: Jeder Mensch will sich mitteilen, egal wie. Und er will dabei auch wenigstens ansatzweise verstanden werden. Nur so ist Beziehung möglich und nur so funktioniert ein Zusammenleben.
Man kann sich, denke ich, auf verschiedenen Ebenen verstehen und darüber Wege finden miteinander zurecht zukommen, aber wenn es keine Ebene gibt, weil die Endfernungen, egal in welche Richtung viel zu weit sind und schlicht und einfach keine Wege zubauen im Bereich des Möglichen scheinen, dann sollte man das akzeptieren und sich distanzieren, es sei denn man will zum Mörder werden.
Die Erkenntnis, dass genau das der Fall bei mir ist, kam mir zu spät und die einzige Möglichkeit in die Distanz zutreten ist es, mich innerhalb dieser leider Nicht-Gemeinschaft weitesgehend selber auszugrenzen um damit ein Höchstmaß an Souveränität zugewinnen.
So, das musste jetzt mal raus.
Das klingt zwar alles ganz schön schwarz, aber ich habe durchaus die Erkenntnis gewonnen, mich auch an diesen negativen Erfahrungen zu bereichern indem ich lerne damit Umzugehen. Der nächste Blog wird wieder positiver, versprochen.
Also, horrido!
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