Donnerstag, 13. November 2008
Brāļu kapi (Brüderfriedhof)
Gestern (ich hol immer mehr auf) machten wir mit der Arbeit einen Ausflug zum Brüderfriedhof, einem Teil des Mezakapi, also des Friedhofes, der an der Mezapark grenzt, von dem ich ja schon berichtet hab. Kolja war Kopf dieses Ausfluges und somit kann ich mir die ausführliche Beschreibung des Ablaufes sparen, siehe unten.



Die großen Monumente erinnerten mich ein wenig an das sowijetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin. Allerdings ging es hier um lettische Kriegstote, nicht um das ehrenvolle russische Volk!


Aus Respekt vor denen, die fürs Vaterland in den Tod gegangen sind...



Der Ausflug war angenehm und ich hatte ne Menge Spaß. Fotosessions gab es natürlich trotz alledem, was mich aber nicht störte und so posierte ich bereitwillig vor Koljas Kamera vor diversen Schauplätzen.
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Unter anderem sahen wir auch einen kleinen Gedenkraum aller derjenigen, die einmal den Lacplesis-Orden verliehen gekriegt haben, was eine kleine Brücke zum vorigen Tag bauen lies. Der Raum sah auf den ersten Blick aus, wie eines der typischen Holocaust-Denkmäler, da die Wände rund herum mit Namen und Jahrezahlen beschrieben war und über einem Rot-Weißen Rosenkranz war in Stein gemeißelt "Par Latviju".
Da war es wieder, das Genitiv!!! Überall ist in Lettland das Genitiv zu finden (ob auf Gedenktafeln, Strassennamen oder bei der Anrede mit "Herr" und "Frau") und ein lettisch-lernender Anfänger wie ich freut sich darüber solche Entdeckungen zu machen. Hehe.

Am Abend hatten wir dann noch ein kleinen Stromausfall und das Internet ging nicht, was natürlich Entsetzen auslöste, da das bedeutete, dass wir uns in Zukunft gegebenenfalls "sinnvoll" beschäftigen müssten. Allerdings hielt das nicht lange an. Die beiden Blondinen von nebenan griffen sich irgentwelche Elektrotechniker von Strasse, die dann lediglich die entsprechende Sicherung wieder reindrehten. Schade, ich hatte gerade den Glühwein fertig, als das Licht wieder an ging und die kuschelige Kerzenlicht-Atmosphäre dahin war...
Dann hieß es: bei Glühwein abwarten bis die Waschmaschine, die während des Stromausfalles natürlich nicht lief, fertig gelaufen ist und dann aber fix ins Betti, denn es war bereits schon spät...

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